Richtiges Lüften kontra Schimmelpilze

 

(db) In den vergangenen 20 Jahren hat die Belastung durch Schimmelpilze in unseren Wohnungen drastisch zugenommen. So die Angaben der Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände (AgV) in Bonn. Der Bauschadenbericht der Bundesregierung geht von jährlichen Schäden in Höhe von rund 420 Millionen Mark aus. Dass gerade moderne Wohnungen betroffen sind, führen Experten darauf zurück, dass zuwenig geheizt und falsch gelüftet wird. Hinzu kommt, dass die früher verwendeten Baustoffe wie Kalkputz, Holz oder Lehm hinsichtlich der Dampfdiffusion (Durchlässigkeit) und des Aufnahmevermögens bessere Eigenschaften hatten als die heute üblichen Baumaterialien Beton oder Polystyrol.

Auch beim Fensterbau ergeben sich Probleme: Früher gab es die Einfachverglasung, die der Raumluft Feuchtigkeit entzogen haben. Bei unseren modernen Isolierverglasungen ist dies nicht mehr möglich, so dass die Nässe sich auf die schimmelpilzgefährdeten Wände verteilt. Auch alte Holzrahmen waren längst nicht so isoliert, wie die heutigen.

Hat der Schimmel erst einmal Einzug gehalten, greift er unerbittlich das Mauerwerk an. Die verschiedenen Pilzarten werden für Lungenerkrankungen und Allergien (mit)verantwortlich gemacht. Die schwarzen Pilzpunkte, die sich zu Flecken ausbreiten, bilden sich bevorzugt in Raumecken sowie Fensterlaibungen und –stürze. Bäder, insbesondere ohne Fenster, sind von Schimmel bedroht. Experten raten von hochwirksamen und aggressiven Antischimmelmittel, die unter anderem Chlorwirkstoffe enthalten, ab. „Gesundheitsgefährdungen sind nicht auszuschließen und packen das übel nicht an der Wurzel“, warnt die Firma DICHTE BAUTEN®. Haben sich die Pilze erst einmal tief in das Mauerwerk gesetzt, hilft eine reine Oberflächenbehandlung sowieso nicht mehr aus. Hier sollte ein Sachverständiger hinzu gezogen werden, der über entsprechende Sanierungsmaßnahmen kompetent informiert. Regelmäßiges und ausgiebiges Lüften sorgen für eine vernünftige Zirkulation in den Räumen. Die Fenster sollten dabei nicht nur gekippt, sondern weit geöffnet werden.

Internet: www.dichte-bauten.de